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Der technische Hintergrund vom AXONWas die AXON Technologie so schnell macht, ist das so genannte Transienten-Früherkennungssystem „ETR“ (Early Transient Recognition). Um zu verstehen wie dieses arbeitet, müssen wir uns das Signal von einem magnetischen Pickup etwas genauer anschauen. Der Beginn des Signals ist voll mit Informationen in den Mustern der Pegelspitzen. Diese Spitzen stellen den Anschlagsimpuls und dessen Reflektionen an beiden Enden der Saite dar.
Stellen Sie sich bitte eine Tasse Kaffee vor, in die Sie einen Tropfen Milch schütten. Abhängig von der Tassengröße und der Position, wo der Tropfen auf die Oberfläche trifft, können Sie verschiedene Wellenformen auf der Oberfläche sehen. Jede Wellenform steht dabei für eine bestimmte Tassengröße und Position des Tropfens. Wenn Sie dies nun mit verschiedenen Tassengrößen sehr, sehr häufig beobachten, wissen Sie irgendwann, wo der Tropfen auf die Oberfläche aufgeschlagen ist und wie groß die Tasse ist, wenn Sie sich nur das Wellenmuster ansehen. Zugegebenermaßen ist dies extrem langweilig mit Kaffee und das ist auch der Grund warum der AXON Musik bevorzugt. Aber das Prinzip ist mehr oder weniger identisch: die Tassengröße entspricht der Länge der Saite von der Brücke bis zu Ihren Fingern und der Tropfen Milch entspricht der Anschlagsposition. Das neuronale Netz vom AXON untersucht, ob das eingehende Muster ihm bekannt ist, und bei einer Übereinstimmung können die Tonhöhe und die Anschlagsposition über den Abstand der Pegelspitzen bestimmt werden.

Picking Impulse = Anschlagsimpuls
Pitch = Tonhöhe
Pick Position = Anschlagsposition
Das spätere Signal ist mehr oder weniger eine statische periodische Wellenform, wo die Länge einer Periode die Höhe des Tons darstellt, welchen Sie gespielt haben. In diesem Bereich des Signals sucht der AXON nach den Punkten, wo die Wellenform die Nulllinie mit maximaler Steigung kreuzt. Der Abstand zwischen diesen Punkten entspricht wieder der Tonhöhe. Dies wird permanent durchgeführt, um einerseits die Daten aus dem ETR zu bestätigen und um Veränderungen der Tonhöhe durch Bendings und Slides zu erkennen.
Highest slopes = größte Steigung
Lower slopes = kleinere Steigung
Andere Gitarren Synthesizer, welche nicht über die patentierte ETR Technologie vom AXON verfügen, können die Tonhöhe nur über den periodischen Bereich der Wellenform erkennen. Um dies sorgfältig zu machen, benötigt man nach dem Anschlagsimpuls mindestens drei komplette Perioden der Wellenform. Daraus folgt, dass die „Latenz“ (die Zeit vom Anschlagen der Saite bis zum MIDI Note On Befehl) bei Geräten ohne ETR ca. dreimal höher ist, im Vergleich zu einem AXON Konverter.
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